Die Vollprothese - das Ende des Kaukomforts?

Die hohe Schule der Zahnmedizin

Eine hochwertige Vollprothese für einen zahnlosen Patienten herzustellen, ist eine der schwierigsten Aufgaben, mit denen wir konfrontiert werden. Durch den Verlust aller Zähne werden die Lippen nicht mehr von innen gestüzt, die Lippen und Wangen wirken eingefallen. Die Sprache und die Nahrungsaufnahme des Patienten werden durch das Fehlen der Zähne stark eingeschränkt. Auch das Kiefergelenk nimmt auf Dauer häufig Schaden, weil der Mund ohne Zähne weiter geschlossen werden kann als beim bezahnten Patienten. All diese Verluste gilt es wieder auszugleichen. Weil außer früherer Portraitfotos des Patienten häufig kein Anhaltspunkt bezüglich des früheren Aussehens mehr zur Verfügung steht, bedarf das Herstellen einer neuen Vollprothese gründlicher Voruntersuchungen und Vermessungen des Gesichtsschädels mit Hilfe von Messgeräten, Röntgenaufnahmen und moderner Computertechnik und einer engen Zusammenarbeit zwischen Patient, spezialisiertem Zahntechniker und speziell ausgebildeten Zahnarzt. Dieser hohe Aufwand ist verantwortlich für den häufig unterschätzen Preis einer ästhetisch und funktionell optimal gefertigten Vollprothese.

Prophylaxe schützt vor Zahnlosigkeit

Heute kann jeder Patient durch Teilnahme an unserem Prophylaxeprogramm seine Zahnlosigkeit auch im hohen Alter verhindern. Früher wurde auf das Erhalten natürlicher Zähne weit weniger Wert gelegt.

  • "Muss ich jetzt getrennt von meinen Zähnen schlafen?"
  • "Ist es vorbei mit dem Kaukomfort, wenn ich meinen letzten Zahn verliere?"
  • "Woran soll meine Prothese dann befestigt werden?"
  • "Werde ich mich unsicher fühlen, wenn ich mit Prothesen esse oder spreche?"

Diese Fragen hören wir häufig von betroffenen Patienten, denen die Zahnlosigkeit droht.

Wir können Sie beruhigen

Doch wer heute seinen letzten Zahn verliert, hat keinen

des Knochens durch ihre Pufferwirkung. Wie aber sollen die Prothesen in zehn Jahren halten, wenn der gesamte Knochen aufgrund jahrelanger Fehlbelastung komplett verschwunden ist?

Seit rund zwanzig Jahren stehen uns Zahnimplantate zur Verfügung. Werden sie von einem erfahrenen Implantologen gesetzt, stellen sie heute ein sehr sicheres Verfahren mit einer sehr hohen Erfolgsquote dar. Der chirurgische Eingriff ist klein und für den Patienten wenig belastend. Die Einheilung ist nur in sehr seltenen Fällen von Komplikationen begleitet, praktisch immer heilen Implantate sauber und schmerzfrei ein.

Die Lösung ist sicher

Wir empfehlen Patienten für einen zahnlosen Unterkiefer als minimale Lösung vier Implantate, die mit Hilfe eines Steges miteinander verbunden werden. In die Unterseite der Prothese sind dann kleine Metallteile eingearbeitet, die exakt über den Steg passen und die Prothese dort so fest halten, dass der Patient schon beide Hände bemühen muss, um die Prothese aus dem Mund nehmen zu können - ohne Klebecreme, Haftpulver oder Haftpolster. Und weil die Implantate die Kaufkräfte direkt in den Kieferknochen weiterleiten, bleibt dieser dem Implantatträger bis ins hohe Alter erhalten. Wer keine herausnehmbaren Prothesen wünscht, kann mit sechs bis acht Implantaten pro Kiefer und einer festsitzenden Brücke wieder seinen alten, gewohnten Kaukomfort ohne herausnehmbare Prothese oder einen Bügel am Gaumen erhalten. Mehr Informationen zu Implantaten finden Sie auf unserer Implantatseite. Eine umfassende Beratung in Ihrem individuellen Fall erhalten Sie in unserer Praxis.

Grund zu verzweifeln. Wenn genug Knochenhöhe vorhanden ist, lässt sich durchaus eine ordentlich haltende Prothese für den Oberkiefer fertigen. Wenn es nicht gerade aus Kostengründen die minimal notwendige Krankenkassenvariante einer totalen Prothese sein muss, lässt diese auch ästhetisch keinerlei Wünsche offen.

Schwieriger gestaltet sich die Lage im Unterkiefer. Weil hier die Zunge ihren Raum fordert, ist die Auflagefläche auf dem Unterkiefer und damit auch der Halt der Prothese nich immer befriedigend. Ist auch die Höhe des Kieferknochens eher gering, lässt sich häufig kein zufrieden stellender Halt erreichen.
Viele Prothesenträger greifen täglich zu Haftpulver, Klebecreme oder Haftpolstern, um ihre Prothese ein wenig besser zum Halten zu bekommen. Dies ist jedoch eine unbefriedigende Lösung, denn der Halt fällt trotz dieser Hilfsmittel noch immer eher bescheiden aus.

Wie bekommt man die Prothese im Unterkiefer fest?

Mit Haftcremes lässt sich zwar verhindern, dass die Prothese beim Kauen von links nach rechts rutscht oder sogar den Mund verläßt, richtiger Halt wird damit aber nicht erzielt. Schlimmer ist jedoch, das man mit einer sich bewegenden Prothese den Knochenabbau unter der Prothese beschleunigt. Knochen muss ständig belastet werden, um dauerhaft erhalten zu bleiben. Das ist einer der Gründe, warum Prothesen regelmäßig unterfüttert werden müssen, damit sich der Druck von oben gleichmäßig auf den Knochen verteilt. Schlecht sitzende Prothesen, Haftpolster und Klebecremes verhindern aber genau diese Belastung

Eine kostenlose Informationsbroschüre bieten wir Ihnen hier zum Download an (PDF 204 kB).
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Wer einen schnellen DSL Internet Zugang besitzt, kann sich hier gratis eine umfangreiche Dokumentation über Implantate, das operative Vorgehen bei der Implantation und verschiedene Möglichkeiten der Versorgung downloaden. Besitzern von ISDN- oder Modemverbindungen empfehlen wir aufgrund der langen Downloadzeit das Ausleihen der Dokumentation an unserer Rezeption.
Dr. Thorsten Schimmel & Team - Spezialisierter und zertifizierter Zahnarzt für Ästhetische Zahnmedizin, Implantologie und Parodontosebehandlung in Schleswig - Holstein