Weisheitszähne - eine Geißel der Menschheit?

Woher haben Weisheitszähne ihren Namen?

Weisheitszähne haben ihren Namen aufgrund ihres späten Zahndurchbruchs erhalten. Sie erscheinen erst im Mund, wenn der Träger ein Alter erreicht hat, in dem er bereits mit Weisheit gesegnet sein kann.

Warum machen Weisheitszähne Probleme?

Als unsere Vorfahren in der Steinzeit noch richtig derbe Nahrung zu sich nahmen, waren ihre Kiefer massiver und vor allem länger. Ein langer Kiefer bedeutete, dass auch der letzte durchbrechende Zahn noch ohne Probleme seinen Platz in der Zahnreihe finden, und sich dort regelrecht einstellen konnte. Im Rahmen der Evolution und der immer weicher werdenden Nahrung, sind auch unsere Kiefer kürzer geworden. Leider bringt das das Problem mit sich, dass der letzte durchbrechende Zahn häufig nicht mehr den notwendigen Platz vorfindet. Er liegt dann quer im Knochen oder kommt schräg heraus, bzw. wird vom Zahn davor am ordentlichen Zahndurchbruch gehindert und schaut retiniert (d. h. zurückgehalten) nur mit einer Höckerspitze aus dem Zahnfleisch. Die ihn überziehende Kapuze aus Zahnfleisch über dem nicht ganz durchgebrochenen Zahn neigt dazu sich zu entzünden, wenn sie einmal nicht 100%ig geputzt wird. Und die Zahnreinigung an einem eingezwängt liegenden Weisheitszahn ist schwer. Bakterien und Speisereste entwickeln in dieser Nische ein Eigenleben, dass bisweilen zu heftigen, äußerst schmerzhaften und immer wiederkehrenden Entzündungen führt.

Welche Probleme sind zu erwarten?
  • Neben den immer wiederkehrenden, akuten Zahnfleischentzündungen an retinierten, erschwert durchbrechenden Weisheitszähnen, etabliert sich eine chronische Entzündung unter der Zahnfleischkapuze.
  • Dauerhaft mit einer chronischen Entzündung zu leben, ist sehr belastend für das Immunsystem, und auch ansonsten nicht zu empfehlen.
  • Als weitere Folge von verlagerten Weisheitszähnen beobachten wir, dass der Zahn vor dem Weisheitszahn (der Siebener) durch den vom Weisheitszahn ausgeübten Druck "angeknabbert", d. h. zerstört wird.

Der von hinten Druck auf die vor ihm liegenden Zähne ausübende Weisheitszahn führt dazu, dass sich die Frontzähne übereinander schieben können. In jahrelanger, kieferorthopädischer Arbeit mit Zahnspangen erreichte Ergebnisse können so leicht wieder ruiniert werden.

Wann sollten Weisheitszähne entfernt werden?

Wenn Ihnen oder Ihren Kindern Weisheitszähne entfternt werden müssen, empfiehlt es sich das zwischen dem 17. und 20. Lebensjahr zu tun. Weisheitszähne können sehr stark gekrümmte Wurzeln aufweisen. Bei jungen Menschen ist das Wurzelwachstum aber noch nicht abgeschlossen und der Kieferknochen wird erst zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr dicht, kompakt und hart. Beides hat Einfluss darauf, wie leicht oder wie schwierig sich die Entfernung des Weisheitszahnes gestaltet. Auch die

Keine Aussicht auf einen ordentlichen Zahndurchbruch:
Der Backenzahn vor dem Weisheitszahn wird auf  Dauer geschädigt. Eine Entfernung des Zahnes ist anzuraten.

Wundheilung ist bei jungen Menschen besser. In unseren Augen ist das Grund genug, die Sache in jungen Jahren hinter sich zu bringen.

Bei einigen Patienten kommt es nach dem Eingriff zu Schwellungen, Schmerzen, Hitzegefühl oder Entzündungen. Auch das Öffnen des Mundes und das Kauen kann Schwierigkeiten machen. Das Entfernen eines Weisheitszahnes ist keine Bagatelle. Schonen Sie sich anschließend und befolgen Sie die Hinweise auf unserer Seite mit Verhaltensregeln nach operativen Eingriffen!

Eine Entfernung der Weisheitszähne in Vollnarkose ist möglich und wird von vielen Patienten gern angenommen. Hinweise zur Behandlung in Vollnarkose finden Sie hier.

Dr. Thorsten Schimmel & Team - Spezialisierter und zertifizierter Zahnarzt für Ästhetische Zahnmedizin, Implantologie und Parodontosebehandlung in Schleswig - Holstein